Kuriositäten und Ungereimtheiten während des Prozesses - in Auswahl


Februar 2016:
Auf einer Info-Veranstaltung des SBB zum Stand der Arbeit der Projektgruppen der BSE 14-17 stellt Leiter der PGP Matthias Werner in einer Präsentationsfolie vor, in welchem quantitativen Rahmen sich das PP-JW bewegen könnte. Auf der Grafik ist zu erkennen, wieviele Kletterwege es an allen (außer drei) Gipfeln der Gruppe an der Johanniswacht gibt, wieviele davon jeweils für das PP-JW in Betracht kommen könnten und wieviele nicht. Es wird nicht gezeigt oder gesagt, wieviele Kletterwege in das Projekt einbezogen werden sollen und es wird auch keine Aussage zur Anzahl vorgesehener nR gemacht. Trotzdem wird ab jetzt stets behauptet, dass Umfang und Details des Projekts bekannt seien und jegliche "verspätete" Beschwerden (ab September 2016 - Veröffentlichung PP-JW 1.0) unangebracht seien.
Die kleine Präsentation ist bis heute unveröffentlicht, liegt aber in Vorstands- und Projektgruppenkreisen vor (eventuell Matthias Werner oder Christian Walter fragen).

Juli 2016:
PGP und Vereinsvorstand präsentieren in kleinstem Kreis das fertige PP-JW 1.0. Mitglieder der KER erhalten Kopien, um sich ein Bild machen zu können und einen Monat später eine Einschätzung zum Projekt abgeben zu können. Da man dem PP-JW offenbar große Sprengkraft zutraut, gleichzeitig kein Vertrauen zu den KER-Mitgliedern zu haben scheint und das Projekt weiterhin geheim bleiben soll, werden alle Kopien der KER-Mitglieder mit einem Aufdruck personalisiert. Auf diese Weise wäre es im Falle eines Informations-Lecks leicht nachvollziehbar, wer seine Kopie nicht unter Verschluss hielt. (Information u. a. von KER-Mitglied Ludwig Trojok zum Übungsleiter-Treffen am 7. Februar 2017)

Dezember 2016:
In den Feedbacks zum Pilotprojekt ('Feedbackfrist' im September und Oktober 2016) und auf der Mitgliederversammlung des SBB am 7. November 2016 wurden Stimmen laut, welche im Projekt ein bewusstes Untergraben der AGnR sehen. Die AGnR ist seit Wiedergründung des SBB 1989 unbestritten die zuständige Fachkommission (bis 1997 organisiert in der AGnW, danach als eigenständige AGnR), womit sie in den Sächsischen Kletterregeln verankert ist (u. a. Punkt 3.7). Alle Angelegenheiten um nachräglich anzubringende Ringe vertraut der SBB dieser AG an. In seiner "Neujahrsrede" erklärt der Vereinsvorsitzende Alexander Nareike unter diesem sich aufbauenden Druck, dass die AGnR überhaupt nicht die zuständige Fachkommission sei. Fachlich zuständig sei seit jeher der Vorstand und deswegen würden bei allen nR im Pilotprojekt die strikten Kriterien der AGnR (Pdf) nicht gelten.

Januar 2017:
Die PGP legt wert auf die Feststellung, dass sie in der überarbeiteten Version des Projekts (PP-JW 1.1) die KER-Kriterien berücksichtige. Dies ist offenkundig nicht konsequent der Fall. Auf der AGnR-Sondersitzung am 30. Januar 2017 (Pdf) wird der Vize-Vereinsvorsitzende und AGnR-Mitglied Thomas Eckert mit der Frage konfrontiert, warum bei diversen Kletterwegen im überarbeiteten Projekt einzelne KER-Kriterien nicht oder nicht vollständig erfüllt werden, in der Gesamtwertungsspalte "KER-Kriterien erfüllt" dennoch "ja" steht. Er antwortet sinngemäß, dass man diese kleinen Schwächen des Projekts nicht überbewerten solle, da es sich doch im Ganzen um ein lohnendes Projekt handle. Die Frage, warum die PGP vorgibt, die KER-Kriterien berücksichtigt zu haben, obwohl dies offenkundig nicht der Fall ist, bleibt unbeantwortet.

Februar 2017:
Der Geschäftsführer des SBB Christian Walter erklärt in hitziger Debatte auf Facebook zur Stellungnahme der AG-Leiter von AGnR, AGnW, KER und KTA: "Schon die Überschrift ist eine Verdrehung der Tatsachen. Üwchen ist nicht Leiter der KER. Und so geht es durch den ganzen Text weiter...". Uwe Fretter ist seit 2015 Leiter der KER und wurde in dieser Funktion zu jener Vorstandssitzung geladen, in welcher die Stellungnahme verkündet wurde. Bis jetzt (Stand 30. März 2017) distanzierte sich C. Walter nicht von dieser Verleumdung, sie steht unverändert auf Facebook zu lesen.

März 2017:
Im Vorfeld der Online-Umfrage zum PP-JW im April vereinbaren KER-Leiter Uwe Fretter und Vereinsvorsitzender Alexander Nareike Anfang März, dass es eine Gegenüberstellung von Pro- und Kontra-Argumenten zum Projekt geben wird, damit sich die Vereinsmitglieder vor ihrer Abstimmung möglichst umfassend zum Thema informieren können. Diese Gegenüberstellung soll die ausgebliebene Diskussion ersetzen und online unmittelbar an der Stelle stattfinden, wo auch abgestimmt wird. Zum Zeitpunkt der Vereinbarung gibt es diese "Stelle" (sprich: Website) offiziell noch nicht, der Vereinsvorsitzende kann lediglich grob beschreiben, wie sie aufgebaut sein soll.
Entgegen dieser Abmachung wurde schon beim Ausarbeiten der Fakten das zwischenzeitlich erschienene Mitteilungsblatt (MTB 1/2017; Redaktionsschluss ca. Ende Februar) benutzt, um bereits deutlich vor Veröffentlichung der Gegenüberstellung die Leserschaft für das Projekt zu gewinnen. Dabei werden zum wiederholten Mal Dinge unvollständig und falsch dargestellt, sämtliche anderslautende Meinungen werden verschwiegen.

März 2017:
Beim Übungsleitertreffen am 7. Februar wird der Wunsch formuliert, ein weiteres Treffen explizit zum Thema 'Projekt Johanniswacht' zu organisieren. Dort könnten das Projekt besprochen und Unklarheiten ausgeräumt werden.
Unmittelbar vor dem für 27. März anberaumten Treffen versendet der Geschäftsführer des SBB (Christian Walter) an etliche (nicht alle!) Übungsleiter eine E-Mail (Pdf), in welcher er dieses offizielle Treffen als "Hetzkampagne" bezeichnet, welcher man fern bleiben solle. Bei diesem Übungsleitertreffen würde "leider versucht, die Trainer gegen den Vorstand und die Projektgruppe Johanniswacht zu instrumentalisieren."
Einmal mehr behauptet C. Walter in dieser E-Mail, dass die Details des Projekts bereits seit Februar 2016 zur Diskussion gestanden hätten und man jetzt nicht mehr die "entscheidungsreifen Fakten" zerreden solle.
Weiterhin diffamiert er u. a. die Stellungnahme der Akademischen Sektion Dresden (ASD) oder stellt fest: "Ich persönlich bin sehr für das Projekt und habe dafür auch gute Gründe, aber ich will euch keinesfalls in eurer Entscheidung beeinflussen." Die "guten Gründe" werden in der E-Mail nicht genannt.
Abschließend bittet C. Walter, an die Ausbildungsreferentin Janet Löffler gerichtete Absagen auf ihre Einladung zum Treffen mögen doch bitte als Blindkopie (BCC) auch an ihn gesendet werden.

April 2017:
Einer der Kritikpunkte zum ersten Projektentwurf (PP-JW 1.0; Pdf) im Herbst 2016 war, dass offenbar kaum Meinungen der Erstbegeher (EB) der betroffenen Kletterwege eingeholt wurden. Unter anderem in den KER-Kriterien (Pdf) wurde formuliert, die EB in den Prozess einzubeziehen. Die Projektgruppe und allen voran SBB-Geschäftsführer Christian Walter bemühten sich über den Winter um Zustimmung möglichst aller im Projekt vertretenen (und noch erreichbaren) EB und behaupteten ab PP-JW 1.1 stets, die Zustimmung aller (noch erreichbaren) EB liege vor, obwohl das in den KER-Kriterien nicht ausdrücklich gefordert wird. Auch begründete Zweifel an dieser Aussage (zum Beispiel in Bezug auf Hans Joachim Scholz) ließ Christian Walter nicht gelten (zum Beispiel im übungsleiterinternen Basecamp-Forum des SBB).
Nun stellt Hans Joachim Scholz zum wiederholten Mal klar, dass er weiterhin vehement nachträgliche Ringe in seinen Wegen (auch im Pilotprojekt) ablehnt (Pdf). Seine im Winter zu PP-JW 1.1 (Pdf) und 1.2 (Pdf) verarbeiteten Aussagen (auf persönliche Anfrage eines bekannten Mitglieds des Ältestenrats des SBB) wurden schlicht umgedeutet und mussten nachträglich von Projekt-Kritikern klargestellt werden. Mindestens ein weiterer ähnlicher Fall (Johannisturm-Ostwand; Manfred Vogel) ist bekannt.
Bereits Anfang 2017 schrieb der Projektgruppenleiter Matthias Werner in einer AGnR-internen E-Mail zu diesem Thema: "Das wir einen H.-J. Scholz nicht fragen müssen ist klar ...".

August 2017:
Während der Sitzung der KTA am 15. August 2017 fragt AG-Leiter Rocco Ganzert den anwesenden für die KTA-Arbeiten, aber auch für die Installation des Projkets verantwortlichen Mitarbeiter Wido Woicik nach dem aktuellen Stand der Umsetzung des Projekts. Dieser verweigert die Antwort mit Verweis darauf, dass "der Vorstand" (des SBB) ihm Anweisung gegeben hätte, den aktuellen Stand der Umsetzung nicht zu kommunizieren. Den aktuellen Umsetzungsstand könne man nur direkt beim Vorstand erfragen. Vorausgegangen war dem im Frühjahr 2017 die Weigerung der KTA, die Installation des Projekts zu leiten oder zu unterstützen. Den aktuellen Stand der Umsetzung des Projekts erfährst du auch hier auf dieser Seite.


zurück zur Chronologie