Dezember 2016 - Positionierung Vorstand ("Neujahrsansprache")

Im Zuge der nicht abreißen wollenden Kritiken zum Pilotprojekt und dem Vorgehen der Vereinsführung distanziert sich der SBB-Vereinsvorsitzende Alexander Nareike öffentlich von der bisher gelebten Vorstellung, die Arbeitsgruppe nachträgliche Ringe (AGnR) sei die zuständige Fachkommission bezüglich des Anbringens nachträglicher Ringe (Punkt 3.7 u. a.). Diese Interpretation der Dinge kam just ans Licht der Welt, nachdem Christoph Lehmanns (formal unzulässiger) Antrag an die MV im November Staub aufwirbelte. Diesem Antrag nach sollte die AGnR entsprechend ihrer Aufgabe im Verein zwingend in den Entscheidungsprozess bezüglich des Pilotprojekts Johanniswacht einbezogen werden.
Der Leiter der AGnR, André Zimmermann, ist bereits seit mindestens 2015 als Kritiker des PP-JW bekannt.

In der Positionierung werden unter "Irrtum und Wahrheit" in großem Stil Verschleierungen und Unwahrheiten veröffentlicht, was sich in den Folgewochen etablieren soll:

"Der Vorstand hatte (...) einen (...) Projektvorschlag für die (...) Johanniswacht (...) öffentlich gemacht und zur Diskussion gestellt."
Es gab keine Diskussion unter der Feder des SBB und es wird bis zum Beginn der Abstimmung im April 2017 keine Diskussion geben. Mit dieser wiederholten Falschaussage wird allen Uneingeweihten suggeriert, das Projekt sei fertig besprochen und vertrete einen allgemeinen Konsens. Dies ist nicht der Fall!

"Wahr ist: Der Vorstand unterstützt das Projekt Johanniswacht (...)."
Der Vorstand unterstützt das Projekt mehrheitlich, jedoch stehen nicht alle einzelnen Vorstände vorbehaltlos hinter dem Projekt. Abweichende Meinungen werden allerdings nicht nach außen kommuniziert.

"Irrtum Nr. 2: Der Vorstand will flächendeckend und systematisch Kletterwege mit nachträglichen Ringen ausstatten."
Der Vorstand maßt sich an, festzulegen, wann die Schwelle zu "flächendeckend und systematisch" erreicht ist und wann nicht. Gegenteilige Auffassungen werden als Irrtum diffamiert.

"Wahr ist: (...) Nur dort, wo keine verlässliche natürliche Sicherung gefunden werden konnte (...), wurde die Installation eines nachträglichen Ringes vorgeschlagen."
Selbst in der letzten Fassung des Projekts finden sich mehrere vorgesehene Ringstandorte in unmittelbarer Nähe zu "ringwertigen" Schlingenstellen. In der zum Zeitpunkt der Neujahrsansprache bekannten ersten Projektfassung waren dies noch viel mehr Fälle.

"Wahr ist: (...) Insgesamt wurden von den 182 Wegen an der Johanniswacht durch Gipfelbuchauszählung 106 Wege als selten geklettert identifiziert."
Die in der ersten Projektfassung veröffentlichten Begehungszahlen (welche ein wichtiges Argument zur Aufnahme von Kletterwegen ins Projekt darstellen) weichen teils eklatant von den tatsächlichen Zahlen ab (siehe Vergleich PP-JW 1.0 (Pdf) und PP-JW 1.1 (Pdf)).

"Wir bitten alle um größte Fairness im weiteren Diskussionsprozess. Alexander Nareike, 1. Vorsitzender"
Kuriositäten und Ungereimtheiten
Rezension des Werbetextes im jüngsten MTB (1/2017)


zurück zur Chronologie