www.pilotprojekt-johanniswacht.de  (letzte Aktualisierung: 10.03.18: Kuriositäten und Ungereimtheiten - August 2017)

Aktuell (10.9.2017) - Aktueller Stand der Umsetzung (Installation) des Projekts (mit Bildern)
Welche Projekt-Wege sind bereits mit Ringen nachgerüstet worden? Wo genau sind die Ringe installiert worden? *Klick*

Über diese Webseite

Während in "offiziellen" Verlautbarungen des Sächsischen Bergsteigerbundes (SBB) nahezu ausschließlich positive Aspekte des Pilotprojekts Johanniswacht beleuchtet werden, soll hier einer kritischen Betrachtung der Sachlage Raum gegeben werden. Der mehrfach geäußerte Wunsch nach einem offenen Austausch von Gedanken und Fakten im Verein wurde stets abgelehnt. Diese Website soll helfen, eine objektive Bewertung der Abläufe zu ermöglichen.
Einen kurzen Überblick zum Projekt gibt es hier.

Dokumente
Original-Feedbacks an den SBB
Kuriositäten und Ungereimtheiten
Rezension des Werbetextes im MTB 1/2017
Was tun bei Problemen mit dem Abstimmcode?


Chronologische Abfolge der Ereignisse

Nachfolgend eine chronologische Faktensammlung. Die Überschriften der Absätze stellen vielfach Links zu detaillierteren Unterseiten dar.

bis 2013
Die Idee zu einem räumlich begrenzten Gebiet im Elbsandsteingebirge, welches durch verschiedene Maßnahmen (u. a. konzentrierte Installation zusätzlicher fixer Sicherungsmittel (Ringe)) vom Nimbus des wilden und rauhen Elbsandsteinkletterns enthoben werden sollte ("Familien-Wohlfühlzone Bielatal"), wurde bereits im vorangegangenen Vereinsvorstand um den damaligen Vorstand für Bergsteigen Robert Leistner etabliert.

Sommer 2013 - Umfrage
Mithilfe einer von Anfang an stark umstrittenen "Umfrage" wurden scheinbare "Fakten" (Pdf) geschaffen (je nachdem, wie man die Umfrage wissenschaftlich akzeptiert bzw. deren Ergebnisse interpretiert).

März 2014 - "Zukunftskongress" des SBB
Beim zweiten Teil des Zukunftskongresses des SBB wird zu drei Themenblöcken getagt. In Themenblock 1 (Mehr Sicherheit an Sächsischen Kletterwegen) gibt es kontroverse Diskussionen. Als Ergebnis steht auf der SBB-Website: "Insgesamt konnte in diesem Workshop leider wenig Konsens gefunden werden. Es gibt Teilnehmer, die den Status Quo fixieren wollen und andere, die eine Weiterentwicklung als wichtig für die Zukunft des Sächsischen Bergsteigens erachten. Trotzdem waren alle Teilnehmer der festen Überzeugung, dass die Sächsische Klettertradition bewahrt werden soll."
Obwohl keine klare Aussage getroffen werden kann, wird auch der Zukunftskongress als Argument (S. 1; Pdf) herangezogen, die Bergsportentwicklung 2014-2017 ins Leben zu rufen.

2014 - Bergsportentwicklung 2014-2017 (BSE 14-17); erste Kritik
Die "Fakten" der Umfrage (Pdf) sowie die Ergebnisse des Zukunftskongresses dienen dem Vorstand als Legitimierung für die BSE 14-17 (auch hier (Pdf)). Im Rahmen der BSE 14-17 soll auch ein dem heutigen Projekt Johanniswacht (PP-JW) ähnliches Projekt angeschoben werden. Als Alternative für ein derart "großes", potentiell problematisches Projekt wurde die Projektgruppe Dornröschenschlaf (PGD) vorgeschlagen. Sie existiert heute zusätzlich neben der PG Pilotprojekt (PGP).

März 2015 - erste Infos in MTB 1/2015
Im Mitteilungsblatt des SBB ("Der Neue Sächsische Bergsteiger" bzw. MTB) 1/2015 stellt die PGP "erste Details zur Projektgruppe" vor. Es handelt sich vor allem um einige der später interessant werdenden Kriterien. Details zu Kletterwegen, Ringstandorten, -anzahl, späterer Auswertung und dergleichen gibt es nicht.

Februar 2016 - Info-Veranstaltung SBB zu Projekten der BSE 14-17
Auf einer Informationsveranstaltung des SBB zum Stand der Arbeit in den Projektgruppen der BSE 14-17 wird ein möglicher Arbeitsumfang und -inhalt der Projektgruppe Pilotprojekt präsentiert. Details zu Kletterwegen oder Ringen, zur Auswertung des Projekts usw. gibt es keine, gleichwohl ab jetzt wiederholt behauptet werden wird, dass ab nun alle Details bekannt seien und alle inhaltlichen Dispute bereits hier hätten geführt werden sollen.

Juli 2016 - interne Präsentation PP-JW
Das fertig ausgearbeitete "Pilotprojekt Johanniswacht" (PP-JW 1.0; Pdf) wird innerhalb des Vereinsvorstands vorgestellt sowie den Mitgliedern der KER zur Beurteilung bis Ende August bereitgestellt. Sämtliche Kopien sind gegen unerlaubtes Weiterreichen personalisiert. Eine allgemeine Veröffentlichung ist erst für den Spätsommer vorgesehen. Nachgeordnete Vereinsorgane (z. B. Arbeitsgruppen) werden vorerst nicht informiert.

September 2016 - Veröffentlichung PP-JW
Die Veröffentlichung des PP-JW geschieht in MTB 3/2016 auf S. 4 (Redaktionsschluss ca. Ende Juli; Veröffentlichung ca. ab Anfang September). Dort steht nichts weiter als: "Das Konzept der PG Pilotprojekt ist mittlerweile im Detail ausgearbeitet und liegt im September im Vereinszentrum zur Einsicht aus." Dort steht nicht, dass dies mittels eines(!) 50-seitigen Exemplars, welches im Foyer des Vereinszentrums ausliegt, geschehen soll. Auch wird die später vorgeblich von Anfang an vorgesehene Diskussions- bzw. Feedback-Möglichkeit nicht erwähnt. Eine digitale bzw. Online-Veröffentlichung oder -Feedback-Möglichkeit ist nicht vorgesehen.

September 2016 - erweiterte Vorstandssitzung
Zur Vorstandssitzung am 5. September ist auch die Veröffentlichung des Projekts thematisiert. Die Vereinsführung lässt keinen Zweifel daran, das Projekt nicht weiter diskutieren und bereits in einem Monat beschließen zu wollen. Die Mitgliederversammlung Anfang November ist nicht zur Mitsprache beim Thema PP-JW vorgesehen. Das ursprünglich fehlende Vorhaben einer Online-Veröffentlichung wird erst nachgeliefert, nachdem unter anderem der Bruder des Geschäftsführers und der KER-Leiter heftige Kritik äußerten.

September 2016 - KER-Sitzung Thema PP-JW
Die KER äußert sich auf ihrer Sitzung zum Thema PP-JW (Pdf) kritisch gegenüber dem Pilotprojekt sowie dem Vereinsvorstand. Konsens innerhalb der KER findet die Formulierung von Kriterien, nach welchen die PGP ihr PP-JW überarbeiten möge (ebenda (Pdf)).

September 2016 - Verlängerung Feedbackfrist bis Ende Oktober

November 2016 - Mitgliederversammlung (MV) des SBB
Die zur MV am 7.11.2016 aufflammende Diskussion um das Thema PP-JW wird von der Versammlungsleitung ergebnislos für beendet erklärt und es wird darum gebeten, die Diskussion zu vertagen. Bis zum Beginn der Online-Befragung im April 2017 wird es keine echte Diskussion zwischen Kletterern und Vereinsmitgliedern einerseits sowie Vorstand bzw. Projektgruppe andererseits mehr geben.

Dezember 2016 - Jahressitzung Ätestenrat
Der SBB-Ältestenrat stimmt in seiner Jahressitzung dem (zu diesem Zeitpunkt noch nicht überarbeiteten) Projektpapier der PGP zu. Dennoch werden sich auch Teile des Ältestenrats in den nächsten Wochen an der Überarbeitung des PP-JW beteiligen.

Dezember 2016 - Positionierung Vereinsvorstand ("Neujahrsansprache")
Der Vereinsvorsitzende des SBB distanziert sich öffentlich von der bisher gelebten Vorstellung, die Arbeitsgruppe nachträgliche Ringe (AGnR) sei die zuständige Fachkommission bezüglich des Anbringens nachträglicher Ringe (Punkt 3.7 u. a.).

Januar 2017 - nichtöffentliche Feedback-Auswertung
Die Auswertung der im Herbst eingegangenen Feedbacks erfolgt ausschließlich intern in Vorstand und Projektgruppe. Es ist festzustellen, dass das Projekt bei seiner Überarbeitung fast keine der geäußerten Kritiken aufnahm. Es wird wiederholt versucht, diese Feedbackrunde als die angekündigte Diskussion zu verkaufen (siehe zum Beispiel PP-JW 1.0; S. 1 (Pdf); zum Beispiel Tom Ehrig mündlich auf der Vorstandssitzung am 6. Februar 2017; zum Beispiel in MTB 1/2017 auf S. 10 (noch keine Online-Veröffentlichung)).
Ferner sind hier ausgewählte Original-Stellungnahmen, welche als Feedback eingereicht wurden, aufgelistet. Wer seine Stellungnahme hier auch veröffentlicht sehen möchte, melde sich bitte an pilotprojekt-johanniswacht{bei}gmx{Punkt}de.

Januar 2017 - Vorstandssitzung mit Vorstellung des überarbeiteten Projekts (Zwischenstand PP-JW 1.1)
Das frisch überarbeitete "Projekt Johanniswacht" (PP-JW 1.1) wird vorgestellt. In diesem wurde versucht, die o. g. KER-Kriterien (Pdf) zu berücksichtigen, was offenkundig nicht vollumfänglich gelang (gelbe und rote Tabellenfelder). Die Betrachtung aller Kriterien fand hauptsächlich am Schreibtisch statt.
Es gibt einen Vorstandsbeschluss, die Entscheidung über das fertige Projekt (PP-JW 1.2; Veröffentlichung im März 2017) mittels Online-Mitgliederbefragung im Frühjahr ("Projekt Johanniswacht ja oder nein?") zu authorisieren.

Februar 2017 - Vorstandssitzung mit Stellungnahme von AG-Leitern
geplante Diskussion zu 7 von 54 Kletterwegen im PP-JW 1.1, jedoch stattdessen Eklat:
Stellungnahme der AG-Leiter (Pdf) von AGnR, AGnW, KER und KTA pro Sächsisches Klettern und kontra Projekt Johanniswacht
Vorstandsbeschluss zur Fertigstellung des Projekts (= PP-JW 1.2; Pdf)

März 2017 - Grabenkämpfe innerhalb des SBB
Das Thema droht den Verein zu spalten. Es bildete sich eine vom Vorstand anerkannte Opposition, welche in den Prozess einbezogen wird: In einer Gegenüberstellung von Argumenten (online in unmittelbarem Zusammenhang mit der vorgesehenen Online-Abstimmung) dürfen sich Gegner des Projekts erstmals offiziell äußern. Dabei verletzt der Vereinsvorstand wiederholt getroffene Absprachen.

März 2017 - erneut einseitige Darstellung im MTB (1/2017)
In einer fast vier Seiten langen Werbeschrift versucht "der Vorstand des SBB" die Leser des Hefts zu gewinnen, für das PP-JW zu stimmen. Dabei werden zum wiederholten Mal Dinge falsch dargestellt oder verschwiegen, wie im Folgenden (Link klicken) in der Reihenfolge des MTB-Artikels aufgeschlüsselt wird.

April 2017 - Online-Mitglieder-Abstimmung zu PP-JW
Von 3. bis 30. April findet auf der Website des SBB eine Online-Abstimmung statt. Die Frage lautet: "Bist du mit der Umsetzung des Projekts Johanniswacht einverstanden?" Die Antwortmöglichkeiten sind 'Ja' sowie 'Nein'. Abstimmberechtigt sind volljährige A- und B-Mitglieder des SBB. Wer vom Verein nicht per E-Mail erreicht werden kann, muss in Eigeninitiative seine Teilnahme an der Abstimmung erwirken (dann auch analog per Brief möglich).
Das Ergebnis dieser Befragung wird bei bereits einfacher Mehrheit vom Vereinsvorstand umgesetzt werden. Der Vereinsvorstand ist durch diese Befragung (scheinbar) von der Verantwortung beim Thema PP-JW befreit. Die Vereinsspitze strebt an, nach(!) Ende der Mitglieder-Befragung einen runden Tisch zum Thema zu initiieren, um alle Seiten in den dann einzuschlagenden Weiterweg einzubeziehen und das Thema zu befrieden.

Mai 2017 - Ergebnis der Online-Mitgliederbefragung
Laut SBB-Website wurden am 2. Mai auf einer eigens einberufenen Veranstaltung, zu der Vorstandsmitglieder, Geschäftsführer und ausgewählte Arbeitsgruppenleiter geladen wurden, 3001 gültige Stimmen gezählt. 2.194 Stimmen davon (entspricht 73,1 %) sprachen sich für das Projekt aus. Die Auszählung der Stimmen erfolgte gemeinsam durch Christian Meusel und Christian Walter. Damit wird das Projekt umgesetzt werden, ohne auf irgendeine Kritik zum letzten Entwurfsstand (Pdf) einzugehen.

Juli 2017 - Geplantes Vorgehen zum Umsetzen des Projekts
Nachdem der Vorstand des SBB bereits auf seiner turnusmäßigen Sitzung Anfang Juni 2017 beschlossen hatte, das Projekt Johanniswacht gemäß dem Ergebnis des Mitglieder-Votums umzusetzen, wurde gut einen Monat später Anfang Juli 2017 auf der Vereins-Website eine Stellungnahme veröffentlicht, welche das weitere Vorgehen differenzierter beschreibt.
Wie so oft bedarf auch diese Veröffentlichung der Vereinsführung einer kritischen Reflektion. Dies soll hier geschehen: *Klick*.

September 2017 - Aktueller Stand der Umsetzung (Installation) des Projekts (mit Bildern)
Welche Projekt-Wege sind bereits mit Ringen nachgerüstet worden? *Klick*.

Bild "PGP:Johanniswacht.jpg"